Am Dienstagmorgen fuhren 3 Kollegen und ich nach Föhr, um gemeinsam mit anderen Freiwilligen die dortigen Löfflerküken zu beringen. 

Schon die Hinfahrt war schön. Nach NOB (7€) und neg (8,50€) setzten wir von Dagebüll mit der Fähre (13,50€) nach Föhr über. Dort angekommen, liehen wir uns Fahrräder aus. Dann ging es immer am Deich entlang zum Treffpunkt. Unterwegs flogen die ersten Löffler über ins hinweg und sahen wir flauschige Eiderentenküken. 

Am Treffpunkt wurden wir mit kleinen Plastetütchen ausgestattet – Löffler übergeben sich, wenn sie gestresst sind, das Erbrochene sollten wir aufsammeln, damit es untersucht werden kann – und besprachen, wie wir zur Kolonie gelangen und dann vor Ort vorgehen: einkreisen und beherzt zupacken!

Empörte aufgescheuchte Möwen


Über die Salzwiese und durchs Watt gelangten wir in die Brutgebiete – und scheuchten dabei eine Menge empörter Möwen auf. Kurz vorm Zielort bildeten wir eine Kette und umkreisten so die Löfflerjungen. Nur die, die bereits groß genug waren, die Nester zu verlassen. Die jüngeren haben sowieso noch zu kurze Beine.

Diese Küken sind noch zu klein für die Beringung


Eins nach dem anderen packten wir die Jungen, dann gab es 2 Arbeitsschritte: Erst wurden sie mit je 3 Farbringen an jedem Bein beringt, dann wurde ihnen noch Blut abgezapft.

Wir durften bei jedem Schritt helfen. Einer packte ein Jungtier, zwei hielten die Beine beim Beringen fest, einer drückte den Flügel zum Blutabnehmen fest, damit der Löffler stillhielt, einer trug ihn von der ersten zur zweiten Station. Die übrigen Helfer waren damit beschäftigt, die eingekreisten Löfflerjungen in Schach zu halten.

Die Löfflerjungen haben immer wieder versucht, auszubrechen


Als einer ausbüchste, musste ich ihm hinterherlaufen und ihn wieder einfangen. Beim Beringen half ich, indem ich die Beine senkrecht hochhielt, und auch beim Blutabnehmen war ich dabei. Letzteres eher unfreiwillig, ich hasse Nadeln und Spritzen. Damit die Löffler nicht in Panik gerieten, bekamen sie während der Prozedur eine Socke über den Kopf gestülpt.

Zum Beringen wurden die Jungtiere auf den Rücken gelegt


Nachdem sie beide Stationen hinter sich hatten, wurden die Löffler wieder in die Freiheit entlassen – mit nun klappernden Beinchen.

Wir gingen mit den anderen Freiwilligen noch in ein Café (3,50€) und ein Eis essen (0,50€), dann gaben wir die Räder ab und zurück ging es mit Fähre, neg und NOB. Was für ein Erlebnis!

Ausflug nach Föhr: 39€

So ein Erlebnis: unbezahlbar

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