Vom 14. bis 17. Oktober besuchte ich meine 3. Frankfurter Buchmesse. Dank toller Bücher und lieber Menschen war es wie immer ein tolles Ereignis!

Literarisches

Collage_GabléWie immer hatte ich mein Programm recht kurzfristig erstellt, eins war aber schnell klar: Frau Gablé musste ich unbedingt sehen! Ich liebe das (literarische) Mittelalter, ich liebe ihre Romane und ich liebe Waringham. Zwar habe ich den neuen Roman Palast der Meere noch nicht gelesen, die anderen dafür aber umso begeisterter verschlungen. Am Samstag, dem 17.10., sollte sie am Stand sein, ich verlegte also extra meine Rückfahrt nach hinten für ein Foto und ein Autogramm – wie so ein echtes Fangirl 😀
Gleichzeitig war die Signierstunde eine gute Gelegenheit, andere Fans zu treffen: Yvonne, die ich bereits von anderen Messen kannte, und – wenn auch nur ganz kurz – Corinna. Ich habe mich gefreut, euch wiederzusehen bzw. kennenzulernen 🙂

20151014_143619Eine weitere Autorin, die ich sehr gern sehen wollte, war Jojo Moyes. Sie hatte mich dazu gebracht, die sogenannten Frauenbücher zu lesen, was vor allem an ihren sympathischen und bodenständigen Figuren liegt. Glücklicherweise ist Jojo Moyes genauso liebenswert wie ihre Charaktere! Auf die Frage, was sie sich von dem Geld für ihren ersten Roman gekauft hat, antwortete sie etwas verlegen: einen Massagestuhl. Den liebt mittlerweile jeder, sogar der Postbote hat schon darauf gelegen.

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Katharina, der Thees und ich

Gespannt war ich auch auf Thees Uhlmann. Den kannte ich bisher ehrlich gesagt nur als Sänger der St. Pauli-Hymne Das hier ist Liebe. Dass er auch ein Buch geschrieben hat, erfuhr ich erst, als die halbe fußballverrückte Twitter-TL zu einer Lesung ging 😀
Was die konnten, konnte ich schon lange. Am Mittwoch, dem 14.10., schaute ich also im orbanism-Space vorbei und lauschte seiner Lesung zu Sophia, der Tod und ich. Die er mit sehr viel Engagement und Pathos absolvierte. Sehr sympatisch. Und dass ihn der ganze Starrummel eher zu stören schien, machte ihn noch sympathischer – auf ein Bild wollte ich trotzdem nicht verzichten. Sorry, Thees 😀

Ebenfalls im orbanism-Space sah ich auch Judith Holofernes das erste Mal live, die über ihren Lyrik-Band Du bellst vor dem falschen Baum und ihre Twitter-Erfahrungen sprach. Außerdem fand hier das ein oder andere Blogger-Treffen statt. Vielen Dank dafür 🙂

Collage_TVtrifftLiteraturAm Stand von 3Sat – TV trifft Literatur – besuchte ich die Gespräche mit Feridun Zaimoglu und Helge Schneider. Um die Lesung mit Helge beneidete mich aus der Ferne sogar eine Freundin, die mit Büchern sonst nicht viel am Hut hat 😀
Und auch wenn ich Helges Humor meist eher skeptisch gegenüber stehe, musste ich während des Gesprächs doch schmunzeln. Er ist schon ein drolliges Kerlchen. Trotzdem würde mich das Buch von Feridon Zaimoglu, Siebentürmeviertel, mehr interessieren. Sorry, Helge 😀

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„Die deutsche Sprache kann sehr freundlich zu einem sein.“

Als Übersetzer musste ich natürlich auch noch bei der Aktion Der gläserne Übersetzer vorbeischauen. Hier übersetzte Maria Hummitzsch live einen literarischen Text und beantwortete Fragen zu ihrer Arbeit und den dabei auftretenden Problemen wie z.B. fehlerhafte Sprache. Sehr aufschlussreich!

Menschliches

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Da man auf der Messe irgendwie nie so richtig zum Essen oder Trinken kommt, war ich sehr froh, als am Mittwoch die Holländische Muschelwoche Station auf der Buchmesse machte 🙂

Dass die Blogger nicht nur wichtiger, sondern vor allem immer anerkannter werden, merkt man nicht zuletzt an den sich häufenden Bloggertreffen. Unabhängig von den nützlichen und informativen Aspekten solcher Treffen sind sie auch eine schöne Gelegenheit, Freunde wiederzutreffen und neue Leute kennenzulernen – die Menschen hinter den Blogs und Verlagen. Liebe Mona, liebe Karin – ich freue mich, dass wir uns mehr als ein Mal über den Weg gelaufen sind 🙂

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Buchblogger sind grundseriöse Menschen!

Ich weiß natürlich, dass die Messe nicht nur ein Treffpunkt für Bücher und Büchermenschen, sondern auch ein Ort des Marketings und des knallharten Geschäftes ist. Trotzdem habe ich das Zusammentreffen mit den Menschen oder ruhige Momente des Lesens vor dieser grandiosen Kulisse am meisten genossen.

Vielen lieben Dank an Katha, die mich bei sich zu Hause beherbergt und mir den Besuch der Messe dadurch erst ermöglich hat – du bist einfach wunderbar! ♥

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