Eben stand ich im Wohnzimmer und habe Felidae von Akif Pirinçci zerrissen.

Weinend.

Auslöser war der heutige Auftritt Pirinçcis bei Pegida zu deren einjähriger Jubiläumsveranstaltung. Natürlich ist mir Akif Pirinçci auch schon vorher negativ aufgefallen, durch Rechtspopulismus und Homophobie. Doch eine Rede bei Pegida ist irgendwie akuter.

Schon lange haben die Felidae-Romane nicht mehr sichtbar in meinem Regal gestanden, lesen konnte ich sie auch nicht mehr, aber trennen wollte ich mich nicht von ihnen. Ich habe den Katzendetektiv Francis geliebt. Kennengelernt habe ich ihn vor über 10 Jahren im Ferienlager, regelrecht verschlungen habe ich das Buch.

Heute hielt Akif Pirinçci eine Rede bei Pegida, in der er u.a. bedauerte, dass die KZs derzeit nicht in Betrieb sind.

Also stand ich eben im Wohnzimmer und habe Felidae zerrissen.

Und dabei geweint.

Allerdings nicht um den verlorenen Autor, sondern um den verlorenen Francis.

Ein Kater, der sich gegen eine Superrasse und für mehr Toleranz eingesetzt hat.

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