Die kleine Insel am Ende der Welt: ein Sommermärchen von Richard Mackenrodt erreichte mich rechtzeitig für den Sommerurlaub – und da passte es auch perfekt hinein.

Lisas beste Freundin will heiraten. Auf einer kleinen Insel im Mittelmeer. Und Lisa ist ihre Brautzeugin. Doch Lisa hütet ein Geheimnis …
Phillip ist Spieleentwickler und lebt sehr zurückgezogen. Auch ihn verschlägt es auf die kleine Insel im Mittelmeer. Denn auch Phillip hütet ein Geheimnis …
Der Roadtrip, den beide zufällig gemeinsam erleben, übertrifft selbst Lisas ausgeprägte Fantasie.

Die kleine Insel am Ende der Welt ist tatsächlich ein witziges-charmantes Sommermärchen. Es bietet leichte Unterhaltung, aber auch Passagen, die unter die Haut gehen. Vor allem der anfangs eher unauffällige Phillip hat mich teilweise sehr berührt, von ihm hätte ich gern mehr gelesen.

So war es denn auch die Kürze der Geschichte, die mich am meisten gestört hat, da so die Logik und die Charaktere leider zu kurz kommen. Manche Handlungsstränge hätte ich mir ausführlicher erzählt gewünscht, manche Spannungsmomente etwas realistischer.

Die Figuren wurden poiniert gestaltet, die sind Dialoge witzig, Lisas überbordende Fantasie ist außergewöhnlich und sorgt für Erheiterung. Leider erschien mir der Witz gelegentlich zu konstruiert, um mich zum Lachen zu bringen. Ein bisschen weniger bemühter Humor und ein bisschen weniger Spannung hätten der eigentlich gefühlvollen Geschichte gutgetan.

Was Lisa bedrückt, ist relativ schnell erraten, Phillips Geheimnis hingegen hat mich ehrlich überrascht – und wiederum sehr berührt. Die Geschichte konnte mich mehr durch die rührseligen Momente überzeugen als durch Witz und Action.

Ich vergebe 3 Sonnen und trotz des beginnenden Herbstes – oder deswegen – eine Leseempfehlung ☼☼☼

Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares 🙂

20150716_101526Format: Hardcover, 272 Seiten

Verlag: Edition Takuba

Erscheinungstermin: 28. Mai 2015

Preis: 18,99 € (Kindle: 6,99 €)

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