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Direkt im Anschluss an meine Rezension zum 1. Band der Trilogie, Die Hüterin Midgards, stürzte ich mich auf den 2. Band – ich musste unbedingt wissen, wie es mit Svenya, Hagen, Laurin, Midgard und den Elben überhaupt weitergeht.

Kaum hat Svenya sich in Elbenthal nicht nur eingelebt und eine neue Familie gefunden, sondern auch ihre Rolle als Hüterin der Elben und Menschen vor den Monstern aller Welten angenommen, steht ihr eine große Aufgabe bevor: Sie muss Laurin daran hindern, die 5 Schwerter des Schicksals zusammenzuführen, damit er kein 2. Tor nach Alfheim öffnen kann. Doch irgendjemand kommt ihr zuvor und Laurin verhält sich sehr merkwürdig ihr gegenüber …

Wieder besticht das Buch durch sein wunderschön gestaltetes Cover in Gold und Schwarz, mit einer Abbildung des Schwarzen Prinzen. Farblich darauf abgestimmt gibt es wieder eine Karte im Inneren.

Auch der 2. Band liefert wieder reichhaltige historische und fiktionale Verweise auf mythische Sagen und Epen, so zum Beispiel die sagenhafte versunkene Stadt Vineta und eine von Hagen persönlich erzählte Version des Nibelungen-Stoffes, die dazu anregen, sich näher mit der jeweiligen Überlieferung zu beschäftigen. Außerdem erfährt man so gleich endlich mal etwas Persönliches über Hagen, der gar nicht so unnahbar ist, wie er scheint 🙂

Obwohl Svenya ihre Rolle als Hüterin verantwortungsvoll angenommen hat, ändert das nichts an ihrer großen Klappe – zum Glück, denn die zeichnet sie aus und macht sie auch weiterhin authentisch und liebenswert. Zumal auch sie nicht gefeit ist vor Zweifeln in Liebesdingen – womit sie nicht allein dasteht.

Sehr schön finde ich wieder mal Palas Verwendung von Sprache, die er der jeweiligen Situation gekonnt anpasst. Wortgewandt und bildgewaltig findet er immer die richtigen Wörter; in einer romantischen Szene beschwört er romantische Bilder herauf, beschreibt er schmutzige Geschehnisse, ist er sich nicht zu fein, auch hier die richtigen Wörter zu verwenden.

Wie sein Vorgänger konnte auch dieser 2. Teil der Trilogie mich begeistern. Am tollsten fand ich den sehr langen Exkurs über die „wahre Nibelungensage“, in dem Hagen die komplette Entstehung und Entwicklung der Welten und ihrer Bewohner inklusive persönlicher Einblicke schildert – sehr interessantes Szenario, welches Pala hier entwirft.

Von mir gibt es wieder 5 Sonnen und eine Leseempfehlung. Den 3. Band habe ich bereits angefangen – das ging nach diesem Ende auch gar nicht anders 🙂

Viele Grüße
Mandy

 

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