BildKatrin von BuchSaiten veranstaltet zum 5. Mal in Folge ihre Blogparade – ich werde zum 1. Mal daran teilnehmen, weil ich es für eine super Gelegenheit halte, mein persönliches Lesejahr 2013 Revue passieren zu lassen. Vielen Dank also für diese Möglichkeit 🙂

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Das war ganz eindeutig die dystopische Trilogie Die Tribute von Panem bestehend aus den Teilen Tödliche Spiele, Gefährliche Liebe und Flammender Zorn. Das lag hauptsächlich an folgenden 2 Gründen: Die Reihe wurde zum einen sehr gehypt, weswegen ich ihr schon pauschal skeptisch gegenüber stand. Zum anderen kannte ich das Genre Dystopie nicht, was für mich nach einer Mischung aus Fantasy und Science-Fiction klang – und mit Science-Fiction kann ich nicht viel anfangen. Außerdem rief die Beschreibung des 1. Teiles Assoziationen zu dem Film Apocalypto in mir hervor, der u.a. rituelle Opferungen der Maya schildert. Und Science-Fiction gemischt mit Opferritualen klang nicht so, als wäre es etwas für mich. Doch dann wurde ich auf verschiedenen Kanälen von Diana von Lilienlicht mit Begeisterung überschüttet und meine Neugier war geweckt. Zufällig hatte ich 3 Buchgutscheine, also schlug ich zu – und bereute es nicht. Was habe ich diese Bücher verschlungen! Was habe ich mitgefiebert, gelacht, geweint, gelitten und gejubelt. Suzanne Collins hat hier Großes geleistet, die Bücher haben mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Waren die ersten beiden Bände noch Brot und Spiele für den Leser, war der letzte Band ein einziger Schlag in die Fresse des Lesers. So etwas hatte ich noch nicht gelesen, mein Interesse für dieses mir bis vor Kurzem noch vollkommen unbekannte Genre Dystopie war geweckt. Die Tribute von Panem wird nicht der letzte Vertreter aus diesem Genre sein, da bin ich mir sicher!

Gerade heute habe ich die Trilogie ein 2. Mal beendet (und ich könnte natürlich direkt von vorn beginnen) und die ersten beiden Verfilmungen habe ich mittlerweile auch gesehen. Und obwohl sie natürlich nicht an die Bücher heranreichen – welcher Film kann das schon – fand ich sie sehr gelungen.

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Mein erster historischer Roman stammt von Peter Prange und heißt Miss Emily Paxton (oder auch Die Rebellin). Ich war damals begeistert von dem Buch, es weckte meine Leidenschaft für historische Romane. Also legte ich mir dieses Jahr Der Kinderpapst zu – meine Erwartungen waren entsprechend hoch. Und wurden enttäuscht. Dafür gab es mehrere Gründe: Obwohl das Buch auf einer wahren Begebenheit basiert, war mir der fiktive Anteil zu groß und vor allem zu kitschig. Die Personen waren mir zu eindimensional und ließen jede Entwicklung vermissen. Die Sprache, sowohl die Erzähler- als auch die Figurenrede, hat mir nicht gefallen. Für einen historischen Roman erfährt man zu wenig wirklich Historisches, Atmosphöre sucht man vergebens. Ausführlich könnt ihr das alles in meiner Rezension nachlesen. Miss Emily Paxton werde ich wohl nicht noch einmal lesen, ich fürchte, wieder enttäuscht zu werden.

Nichtsdestotrotz habe ich mir vor einigen Tagen Die Philosophin zugelegt und bin nun natürlich sehr gespannt.

* Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Suzanne Collins, weil sie mich mit ihrer Trilogie um Die Tribute von Panem wirklich beeindruckt hat!

* Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Muss es das Cover einer Neuerscheinung sein? Ich hänge den Neuerscheinungen nämlich meistens hinterher. Wenn nicht, dann war es eindeutig dieses Cover der englischsprachigen Narnia-Ausgabe: blauer Ledereinband, geprägt, Goldschnitt, Lesebändchen – ein rundum gelungenes Gesamtpacket also und seit Januar in meinem Besitz ♥

* Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2014 lesen und warum?

Ohje, es gibt so viele Bücher, die ich lesen will, zumal mein SuB dieses Jahr nicht wirklich geschrumpft ist, eher im Gegenteil. Bei den Neuerscheinungen hänge ich, wie gesagt, immer hinterher, ich werde also wieder auf etwas „Altes“ zurückgreifen. Ich will endlich mal Das Lied von Eis und Feuer lesen, von dem ich alle bisher erschienen Bände im Schrank stehen habe, ohne bis jetzt auch nur ein Mal reingeschaut zu haben. Außerdem will ich endlich mein historisches Leseprojekt starten. Jedes Mal in meinen Althochdeutsch-/Altnordisch- und Mediävistik-Kursen bekomme ich Lust darauf. Dann natürlich, dank Panem, noch einige Dystopien, dabei vor allem die Trilogie von Caragh O’Brien (Die Stadt der verschwundenen Kinder, Das Land der verlorenen Träume und Der Weg der gefallenen Sterne). Den 1. Teil schenkte mir Katharina von Textverliebt zum Geburtstag, den 2. kaufte ich mir von einem mir auch von Katharina geschenkten Gutschein – gelesen habe ich bisher allerdings nur den 1., da mir ja der 3. Band noch fehlt. Doch auch dieses Buch konnte mich begeistern und ich bin sehr gespannt darauf, wie es weitergeht. Ich habe also einiges vor im nächsten Jahr 🙂

Vielen Dank noch mal an Katrin für diese Möglichkeit des literarischen Jahresabschlusses 🙂

Liebe Grüße
Mandy

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