Mein zweiter Tag, Freitag, bestand im Gegensatz zum ersten nicht mehr aus ziellosem Herumgelaufe, da ich mittlerweile ein Programm hatte.

Um 11.30 Uhr fand das Bloggertreffen von Random House statt. Da Katharina mich als ihre Begleitung angemeldet hatte, dann aber krankheitsbedingt leider nicht hingehen konnte, ging ich alleine. Ich kam leider ein paar Minuten zu spät, die Grüppchen- und Rudelbildung um die anwesenden Autoren hatte bereits begonnen. Glücklicherweise nahm die Pressefrau von Goldmann Taschenbuch, Katrin Cinque, sich meiner an. Sie versorgte mich mit einem Namensschildchen und wir kamen ins Gespräch über das Germanistikstudium, insbesondere die Ablautreihen, und das Verlagswesen.

Direkt neben uns bildete sich ein Pulk um den Autor der Bartimäus-Romane, Jonathan Stroud. Seit Monaten schleiche ich um seine Romane herum, also beschloss ich, die Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen und mir ein Autogramm und ein Foto von und mit ihm zu holen. Da sich der Trubel um ihn mittlerweile etwas gelegt hatte, verwickelte ich ihn in ein Gespräch. Er erzählte mir, dass er selbst kaum Fantasy-Romane liest, da er ja nun beruflich viel mit dem Genre zu tun hat. Er liest viel mehr Sachbücher, würde aber allgemein gern mehr lesen. Außerdem findet er, obwohl im die Frankfurter Messe auch sehr gut gefällt, die Leipziger toller, weil sie intimer und familiärer ist. Besonders schön findet er die Leipziger Innenstadt. Yeah! Ein sehr sympathischer Autor, nun komme ich natürlich nicht mehr umhin, mir seine Bücher zuzulegen. 🙂

Mein nächster Gesprächspartner war Christopher Koch. Wir unterhielten uns über seinen Roman Chromosom XY ungelöst. Von einem, der auszog, ein echter Kerl zu sein. Er erzählte mir, wie ihm sein Pferd beim Treiben der Rinder geholfen hat, indem es einem unwilligen Rind in den Hintern bis. Auch wenn der Titel erst mal ein männliches Publikum anspricht, erschien es mir spätestens nach dem Gespräch auch für mich unterhaltsam und lesenswert.

Kurz bevor ich das Treffen verlassen wollte, entdeckte ich noch Bernhard Hennen und Ju Honisch in ein Gespräch vertieft. Ich unterbrach sie für das ein oder andere Foto und auch wir kamen ins Gespräch. Schnell war vergessen, dass ich ja eigentlich gehen wollte. Die beiden ermutigten mich, Fragen zu stellen – natürlich fiel mir vor Schreck nichts ein. Im Gegensatz zu Jonathan Stroud bezeichnete Bernhard Hennen sich als „bekennender Vielleser“, der durchaus auch gern Fanatsy liest. Ich gestand ihm, dass ich mir in Leipzig zwar all seine Elfen-Romane gekauft, sie bis jetzt aber noch nicht gelesen habe. Er lud mich zu einem Gespräch bei der nächsten Leipziger Buchmesse ein, wenn ich seine Bücher über den Winter, den Elfenwinter, gelesen habe und dann vielleicht doch Fragen hätte – ich werde darauf zurückkommen! 🙂 Am meisten konnte er allerdings punkten, als unser Gespräch sich den Bücherregalen zuwandte: So sprach er sich dafür aus, diese tatsächlich für Bücher, und nicht für Deko zu verwenden, und auch ihm blutet das Herz, wenn er Bücher zweireihig aufstellen muss – sehr sympathische Ansichten!

Collage Autoren

Da 13.00 Uhr eine Lesung von Ursula Poznanski zu ihrem neuen Roman Die Verschworenen anstand, verabschiedete ich mich dann doch und kam mit nur leichter Verspätung an. Hier traf ich zufällig auf Chris, der früher auf der Messe eintraf, als ich gedacht hatte. Beim Verkauf der Bücher am Stand war ich leider zu langsam, aber ich holte mir ein Autogrammkärtchen.

Mein Besuch beim Ehrengast Brasilien beschränkte sich auf das Durchqueren der Themenhalle und den Verzehr eines Brasilianischen Käsebrötchens – das war dafür aber sehr lecker und saftig!

Collage Brasilien

Ich ließ den Tag, wie immer, an meinem Lieblingsstand ausklingen, lauschte noch 2 Lesungen und las währenddessen ein bisschen – so sollte Buchmesse sein 🙂

Foto0402

Nun stand nur noch der halbe Samstag bevor, da ich nachmittags wieder nach Hause fahren musste.

Viele Grüße, mittlerweile wieder aus Leipzig
Mandy

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