Der heutige Tag sollte ganz im Zeichen des Buches stehen.
Um 10 stand ich auf, frühstückte auf dem Balkon und las dann ca. 2 Stunden in der Sonne, während in der Baumkrone über mir die Stare balzten. Eigentlich wollte ich gar nicht sooo lange lesen, aber Franklin Gothic Medium von Stefanie Maucher hatte es mir echt angetan, also musste ich es unbedingt noch zu Ende lesen.

Da ich dieses Semester kaum noch Veranstaltungen habe, erklärte ich den Montag kurzerhand zu meinem persönlichen Tag des Buches, das heißt, ich werde an Montagen jetzt immer Bücher binden. Letzte Woche war ich leider krank, sodass es erst heute losgehen konnte.

Seit dem Bau meiner Werkbank bin ich nicht mehr zum Binden gekommen, das Praktikum hat einfach so viel Zeit in Anspruch genommen. Deswegen kam ich heute tatsächlich das erste Mal seit Wochen wieder zum Binden! Erst einmal musste ich allerdings aufräumen, da die Werkbank in den vergangenen Wochen irgendwie zu einem Büchertisch mutiert ist …

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Eigentlich wollte ich mich natürlich gleich an das Weintüten-Projekt machen, ihr erinnert euch? Doch Rich meinte, ich sollte erst einmal etwas Einfaches beginnen, um wieder reinzufinden. Damit hatte er natürlich Recht, wenn der Vorschlag sicher auch nicht ganz uneigennützig war. Etwas Einfaches war nämlich ein neuer Einband für sein Der Spiegel der See von Joseph Conrad. Dessen eigentlicher Einband ist ursprünglich gelb, was Rich zu unmaritim ist, er wollte einen blauen Einband. Gesagt, getan! Das blaue Leinen hatte ich schon vor Wochen extra zu diesem Zweck bestellt, seitdem stand es nun hier herum, heute kam es endlich zum Einsatz! Momentan liegt der neue Einband noch in der Presse, aber ich habe ihn mal angehalten – sieht bis jetzt ganz gut aus. Nun bekommt das Buch noch ein passendes blaues Lesebändchen und blaues Kapitalband, dann sollte es maritim genug sein 🙂

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Auf der Werkbank werkelt es sich ganz wunderbar! Sie ist zwar klein, bietet mir aber dennoch genug Platz und zwingt mir vor allem ein gewisses Maß an Ordnung auf, was ja auch nicht ganz verkehrt ist 😉

Beim Binden höre ich übrigens immer Èscailles De Lune von Alcest. Das Album schenkte mir ein Freund zu meinem letzten Geburtstag nach einem heftigen Wink mit dem Zaunpfahl meinerseits 😀

Als Drittes stand die Kurzgeschichte eines Freundes auf dem Tagesplan. Sie handelt von Vampiren und da der Autor sich (mindestens) eine Fortsetzung offen halten wollte, ließ sie sehr zu meinem Leidwesen mehr Fragen offen, als sie beantwortete – und das, wo ich doch so schnell neugierig zu machen bin! Tja, selbst schuld, nun muss er weiterschreiben 🙂

Einmal im Fantasy-/Kannibalenrausch begann ich dann auch noch Faulfleisch von Vincent Voss zu lesen – auch auf ihn und seine Bücher bin ich durch die Lesung zur Buchmesse aufmerksam geworden. Mein Name kommt im Buch vor, wenn das kein Grund zum Lesen ist 😀

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Zum Abschluss des Abends gab es dann noch Eis und wir haben auf dem Balkon gegrillt, die Stare balzten immer noch, es war ein rundum guter Tag 🙂

Wie habt ihr die ersten wirklich frühlingshaften (eigentlich sogar sommerlichen) Tage verbracht? Ich hoffe doch, ihr hattet Sonne und konntet sie mit einem Buch in der Hand genießen!

Viele endorphingesättigte Grüße
Mandy

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