Freitag 17:00
Nach ein paar kurzen Streifzügen durch Halle 2 und 4 gehe ich wieder zu Mandy in Halle 3. Dort steigt gerade ein Sektempfang und letztlich lasse ich mich überreden, ebenfalls zu den belegten Brötchen zu greifen. Ein kleiner Smalltalk und noch ein paar kurze Abstecher zu den benachbarten Ständen und schon ist die offizielle Messe-Schließzeit erreicht. Für den heutigen Abend steht noch der erste meiner weniger fest geplanten To-Do’s an…der Besuch einer Lesung mit der wunderbaren Stefanie Maucher! Ich bin sehr froh, dass Mandy mich begleitet…wer weiß, wo ich sonst landen würde (wie sich noch zeigen wird, war dieses Misstrauen in meine Fähigkeiten was Orientierung anbelangt absolut berechtigt). Wir verlassen die Messe und quetschen uns in die völlig überfüllte S-Bahn. Der Plan ist, am Bahnhof meinen Rucksack aus dem Schließfach zu holen und dann weiter zu der Soup Bar“ – der Veranstaltungsort für die Lesung. Den Weg vom Bahnhof dorthin gehen wir zu Fuß und Mandy nutzt die Gelegenheit und zeigt mir ein wenig von ihrem Leipzig. Wir sind gut in der Zeit, als wir bei der kleinen Gaststätte ankommen. Ein kurzer Blick zu den wenigen besetzten Tischen und schon habe ich Stefanie entdeckt…und sie uns! Die Freude ist groß und nach der herzlichen Begrüßung setzen wir uns an einen Tisch, welcher eigentlich reserviert ist (der aber im Laufe des Abends zu unserem wurde und sich auch niemand gezeigt hat, der ihn uns streitig machen wollte) und sofort sind wir mitten in einem Gespräch. Die Sympathie für Stefanie, welche ich schon seit dem ersten Kontakt mit ihr vor über einem Jahr empfinde, hat sich durch diesen Abend noch mehr gefestigt! Du bist wirklich großartig 🙂
Während wir da so zusammensitzen füllt sich der Laden weiter und unsere kleine Tischgemeinschaft bekommt Zuwachs : Kathleen (ebenfalls Autorin, Gastronomieexpertin und zudem ein Mensch, den man sofort ins Herz schließt) und der Lebensgefährte von Stefanie (ebenfalls Autor und mit einem trockenen Humor gesegnet, der viel Freude bereitet) vervollständigen unsere Runde. Ein eifriger Austausch findet statt und der Wein trägt zusätzlich zu dem Gefühl der Gemütlichkeit bei. Dann wird Stefanie vom Veranstalter freundlich daran erinnert, dass sie jetzt mit der Lesung beginnen. Ach stimmt, deswegen sind wir ja eigentlich hier! 😀
Neben Stefanie lesen noch 3 andere Autoren einen Abschnitt ihrer Geschichte, welche sich in dem Buch „Mängelexemplare“ wiederfinden lässt.

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Die Köstlichkeiten, die einem neben der Suppe (ich hatte übrigens eine mit Putencurry…Super lecker!!) von den Autoren präsentiert wurden, waren nichts für einen empfindlichen Magen. Nur soviel : sogar ich habe mich kurzzeitig, während der Erzählung kannibalistischer Betätigungen, bei dem Gedanken erwischt, ob möglicherweise eine der Personen Anteil an der Zubereitung meiner Suppe hatte! Letztlich hat mich natürlich besonders die Geschichte von Stefanie begeistert…ich mag einfach ihre Art, wie sie schreibt (ihr müsst unbedingt „Kalte Berechnung“ von ihr lesen!!). Im Kontrast zu ihrer Geschichte hat uns einer der anderen Autoren sowohl mit seiner Geschichte als auch mit seiner Art eine ganz anderen Art von Grusel beschert…ich zumindest musste mir das Lachen einige mal massiv verkneifen! Trotz dieses Ausrutschers habe ich mir das Buch gerne gekauft (zumal in limitierter Ausgabe als Hardcover) und von den anwesenden Autoren signieren lassen.

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Danach startet Lesung Vol.2, bei der jeder Autor noch etwas aus seinen eigenen Büchern präsentiert. Besonders freut es mich, dass Stefanie sich nicht verkneifen kann, eine Passage aus ihrem Franklin zum besten zu geben 😀 Danach dann noch ein Ausschnitt aus ihrem Buch „Fida“, das demnächst veröffentlicht wird und welches ich schon sehnsüchtig erwarte (falls Du das hier lesen solltest Stefanie, ich hoffe, Du bedenkst mich wieder mit einem signierten Exemplar ). Ich hätte in dieser Runde auch die ganze Nacht verbringen können…ein toller Abend! Danke nochmals an Stefanie, Kathleen und Carlo 🙂
Da speziell Mandy ja am nächsten morgen wieder früh zu ihrem Messedienst muss, signalisieren wir unseren Willen zum Aufbruch und Carlo und Stefanie sind so lieb und bringen uns mit dem Auto bis vor die Haustür.
Die Schlafcouch für mich wird noch schnell vorbereitet. Ich versorge mein Handy mit dem langersehnten Strom, checke die zahlreichen Nachrichten, welche in der Zwischenzeit aufgelaufen sind. Dann noch den Wecker gestellt und ein wunderbarer erster Messetag ist zu Ende…

Beim nächsten Mal begleitet ihr mich dabei, wie ich ganz viele tolle Buchmenschen treffe und ich mich einer Gruppe anschließe, wie ich sie mir als Begleitung nicht besser hätte wünschen können 🙂

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