Da der Platz in meinem Bücherregal immer mehr abnimmt, während der Umfang meiner Wunschlisten stetig zunimmt (mit indirekter Proportionalität oder so will ich euch nicht erst kommen, da blamier ich mich nur), blieb mir nur ein Ausweg: Ich musste mich von einem Teil meiner Bücher trennen!
Verkaufen kam natürlich nicht in Frage und so war ich froh, als meine Mama meinen Büchern Asyl anbot.
Auch Chris wollte, ganz uneigennützig, einige meiner Bücher aufnehmen, aber bei Mama sind sie mir einfach näher – sorry, Chris 😀
Morgen geht’s nach Hause, also raffte ich mich heute endlich auf. Ich sortierte nur Bücher aus, die ich schon gelesen hatte, darunter solche, die möglicherweise meiner Mama gefallen könnten und Bücher von Autoren, deren andere Werke ich schon früher ins mütterlicher Bücherregal geschmuggelt hatte, sodass sie alle schön beisammen sein könnten (manche mögen das kitschig finden, ich bin sicher, ihr versteht mich).
Am Ende hatte ich zwar einen ganzen Stapel beisammen, aber trotzdem war nur ein Fach im Regal frei – sehr eigenartig.
Naja, Mitte Januar geht es wieder gen Heimat, vielleicht finden sich da noch ein paar Aussiedler.

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Die Unendliche Geschichte meiner Fotoalben geht in eine neue Runde!
Nachdem ich dieses Mal mit den Büchern ganz zufrieden war, musste ich, nachdem ich sie mit Kinderbildern von mir bestückt hatte, feststellen, dass ich eines leider nicht beachtet hatte: Der Buchblock wird natürlich dicker, wenn ich etwas hineinklebe und der Einband wird irgendwie zu klein, um das ganze Volumen zu fassen.
Meine Fotoalben stehen jetzt also sperrangelweit offen und präsentieren jedem ihren Inhalt.
Glücklicherweise freut sich mein Opa sicher, dass ich mir überhaupt die Mühe gemacht habe, ihm etwas zu basteln – Opas sind eben doch die Besten! 🙂

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Und nun noch eine klitzekleine Vorab-Pseudo-Rezension zu meiner Ausgabe des Dickenschen Weihnachtsmärchens.
Anfang Dezember stieß ich in einem kleinen gemütlichen Buchladen darauf und konnte natürlich nicht widerstehen – Ein Weihnachtsmärchen in 24 kleinen fadengehefteten Büchlein.
Die Büchlein befinden sich einer schön gestalteten Buchbox und sind durchnummeriert.
Jedes Büchlein ist anders gestaltet und illustriert, die Kapitel sind ungefähr gleich lang und an passenden Stellen unterbrochen.
Ich muss gestehen, dass ich trotzdem nicht brav jeden Tag ein Büchlein gelesen habe, meistens habe ich zwischen 3 und 5 Tagen gewartet und so ein Stück Geschichte zusammengesammelt, dann hatte ich einfach mehr davon.
Auch wenn ich natürlich noch nicht ganz fertig bin, kann ich sagen, dass mir sowohl die mir bereits bekannte Geschichte als auch die Idee der Umsetzung als Adventskalender gefallen.
Dem Weihnachtshasser Ebenezer Scrooge erscheinen in der Nacht auf den 25. Dezember 4 Geister, 3 zeigen ihm anrührende Episoden seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und langsam vollzieht sich eine erfreuliche Wandlung in der Einstellung des grantigen Geizhalses, mit dem ich trotz allem jedes Mal aufs Neue Mitleid habe.
Gleichzeitig prangert Dickens die Missstände Englands seiner Zeit an, wer also nur ein Friede-Freude-Eierkuchen-Märchen erwartet, ist hiermit sicher nicht gut beraten.
Dickens erzählt seine Geschichte sehr lebendig, es ist ein Wechselbad der Gefühle, für den Leser wie auch für Scrooge selbst.
Es ist ein Hin und Her zwischen Freude, Sentimentalität und tiefer Reue, befand man sich eben noch in einem mit Musik erfüllten Tanzsaal steht man im nächsten auf der Straße mit dem Geruch frisch gebratener Gans und Plätzchen in der Nase, um sich sogleich in einem Armenviertel wiederzufinden und um ein krankes Kind zu bangen.
Es ist düster, gespenstisch, ergreifend und einfach wunderschön!

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Ich wünsche euch einen schönen 4. Advent, frohe Weihnachten, besinnliche Feiertage im Kreise eurer Liebsten und einen fleißigen Weihnachtsmann!
Mandy

PS: Ich muss mir jetzt sehr zu meinem Leidwesen Ekel Alfred antun – weil Weihnachten ist! Meiner Meinung  ist das ja eher ein Gegenargument …

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